FRÜHLING IST TROTZDEM
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FRÜHLING IST TROTZDEM

Egal, was in der Welt gerade passiert, der Frühling kommt trotzdem. Ich finde das schön. Und ich sehe darin eine tolle Möglichkeit für mehr Achtsamkeit und ein paar schöne Augenblicke im Hier und Jetzt. 

Ich ertappe mich zur Zeit oft dabei, über die aktuelle Corona-Situation zu grübeln, ob ich will oder nicht. Mich beschäftigt die Frage, was noch kommt, aber auch die sentimentale Erinnerung an alles, was vor ein paar Wochen noch ohne Probleme möglich war (und was ich vielleicht nicht mal genutzt habe).

Doch zur gleichen Zeit macht die Natur „Business as usual“. Die Sträucher und erste Bäume blühen, die Osterglocken schiessen überall aus dem Boden und als ich das schrieb, hatten wir zudem frühlingswarme 19 Grad in der Schweiz.

Mein Rezept gegen zu viel Kopfkino lautet deshalb: Schau mal richtig hin! Die Blumen und Blüten sind gerade wunderschön und wir haben sie lange vermisst. 

Als begeisterte Malerin weiss ich: Zeichnen und Malen hilft, um Dinge noch viel besser zu sehen. Aber es geht gar nicht darum, ob du malen kannst, oder nicht. Schau einfach hin,  wie ein Maler. Sieh dir eine Blüte oder einen blühenden Zweig ganz genau an, jedes Blättchen, jede Farbnuance und jedes Staubgefäss. Das Licht, das durch einen Blütenkelch scheint und die Schatten, die entstehen, wo zwei Blütenblätter sich überschneiden. 

Diese Aufmerksamkeits-Fokussierung kann dir helfen, ganz im Moment zu versinken und damit ab und zu den Trubel um dich herum zu vergessen. Und sie kann dich daran erinnern, dass du sowieso immer nur in diesem Augenblick lebst. Nie in der Zukunft und nie in der Vergangenheit. Immer nur Jetzt. Und in dem Augenblick, in dem du eine Blume anschaust und Sonne oder Wind auf deiner Haut spürst, geht es dir immer gut, oder?

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