GEDANKEN LESEN
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GEDANKEN LESEN

Ganz ehrlich, wünschen wir uns nicht alle mal, dass eine andere Person unsere Gedanken lesen könnte? Und gleichzeitig ist es purer Stress, wenn es andere von uns erwarten. Get real! Reden ist einfacher.

Jahrelang habe ich darauf gewartet, dass mein Mann mich mal mit etwas Schönem überrascht. Von Candlelight-Dinner bis zu einem Ausflug, einer Surprise-Party bis zu einem Picknick im Grünen wäre mir alles recht gewesen.  Sagen konnte ich das natürlich nicht, dann wäre es ja nicht mehr seine Idee gewesen. Heute finde ich meine Gedankengänge dazu einfach nur noch lustig. In 28 Jahren Beziehung habe ich begriffen, dass er nicht der Typ für solche Aktionen ist. Dafür hat er viele andere Varianten, seine Liebe auszudrücken. Gedankenlesen läuft auch in der besten Ehe nicht. Ich kann es übrigens noch schlechter, als er.

Ich kenne allerdings viele Partnerschaften, in denen der Wunsch nach einem hellsichtigen Partner immer noch nicht begraben wurde. „Wenn er nur einmal…“, „Sieht Sie denn nicht…?“ oder „Das kann er/sie sich doch denken.“ Aaargh. Nein, kann er/sie eben nicht. Doch es gibt eine ganz einfache Lösung: Sag doch einfach, was Du willst.  Ja, dann ist es keine Überraschung mehr. Und stimmt, dann ist es nicht vom anderen gekommen. Aber ganz ehrlich, das kommt es sowieso nicht, wenn derjenige nicht der Typ dazu ist. 

Manche sind „Überrascher*, andere nicht. Manche sind „Touchy feely,“ andere nicht. Manche sehen Unordnung von selbst, andere muss man erinnern, ihr Zeug wegzuräumen. Das heisst aber nicht, dass sie nicht ab und zu dazu bereit sind, wenn Du sie freundlich darum bittest. 

In anderen Konstellationen gilt das natürlich genau so. Arbeitskollegen können einen zur Weissglut bringen, wenn sie nicht merken, dass sie zu laut telefonieren, ihre Papiere überall liegen lassen oder dir keine Hilfe anbieten, wenn du doch so überlastet bist. Um Hilfe zu bitten oder Dinge anzusprechen, die dich stören, ist der deutlich direktere Weg, oder?

Doch wie sieht es umgekehrt aus, wenn dein Kollege, Freund oder Partner von dir hellseherische Fähigkeiten erwartet? Aus meiner Erfahrung hilft es, immer wieder das Angebot zu machen: „Sag mir, was ich für dich tun kann.“ Wenn der andere es dann nicht tut, ist es nicht dein Problem. 

In engeren Konstellationen wie der Beziehung oder Familie, ist es sicher auch gut die „kleine Schwester des Gedankenlesens“, die Empathie zu trainieren. Damit kommst du Menschen entgegen, die sich nicht trauen um etwas zu bitten. Oft sieht man es diesen an, dass sie etwas beschäftigt oder man hört an Formulierungen oder am Zögern, dass etwas im Busch ist. Frag in so einem Fall ruhig mal nach: „Ehrlich? Brauchst du wirklich keine Hilfe?“. Am Ende ist es dann aber immer noch die Entscheidung des anderen. Geht dieser auch auf verstärkte Angebote nicht ein, ist es die Entscheidung eines erwachsenen Menschen. Spätere Beschwerden werden nicht entgegen genommen.  Ganz einfach, oder?

In meinen Coachings geht es oft um Beziehungsthemen. Deshalb schreibe ich auch hier ab und zu darüber. Weiteren Input zu dazu findest Du in meinem kostenlosen E-Book „Einfach Besser Leben“. Lade es gleich hier herunter (auf der Seite ganz unten).

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