MIT DEM KANN ICH EINFACH NICHT!!!
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MIT DEM KANN ICH EINFACH NICHT!!!

Mit manchen Menschen kommt man einfach nicht klar, oder? Im Idealfall sind es Ausnahmen, die uns das Leben schwer machen. Doch was, wenn Du auf genau so einen Menschen beruflich oder privat immer wieder triffst? Hier drei Tipps dazu: 

In meinem Leben gibt es wenige, mit denen ich gar keinen Weg finde. Konkret fällt mir nur eine Person ein, bei der sich mir schon die Nackenhaare  aufstellen, wenn ich daran denke ihn kontaktieren zu müssen. Nein, es ist kein Ex-Lover, sondern ein beruflicher Kontakt. Nennen wir ihn Mister X. Mehr sage ich dazu aber aus Höflichkeit nicht. 

Ich bin sehr froh, dass ich mit fast jedem einen Umgang finde. Ich bin aber auch ehrlich: das war nicht immer so.  Und auch in meinen Coachings und Seminaren kommt das Thema „Ich kann mit dem nicht.“ immer mal wieder auf. Meistens bezieht sich das auf Kunden oder Kollegen. Aber auch im privaten Umfeld gibt es manchmal Kontakte, denen du nicht so ohne weiteres aus dem Weg gehen kannst, obwohl du es eigentlich gerne möchtest. Hier drei Tipp, mit denen Du Dir das Leben etwas erleichtern kannst. 

  1. Auf das Ziel besinnen
    Mach dir klar, worum es in der Beziehung wirklich geht. Du sollst die Person ja nicht heiraten (Wenn doch, bitte schnell zu Absatz 3 „drastische Entscheidungen“ weiterspringen). In der Regel gibt es ein Ziel, das euch beide verbindet. Er oder sie soll etwas von dir kaufen oder ihr müsst in bestimmten Bereichen zusammen arbeiten. Vielleicht reden wir aber auch über einen Verwandten, den du immer wieder auf Familienfeiern triffst. Für jedes Szenario gibt es ein Ziel, dass du mit diesem Kontakt hast. Wenn du dieses in den Fokus stellst, wird es wesentlich leichter über die menschlichen Diskrepanzen hinweg zu sehen.Im Verkaufskontakt kannst du dich deshalb auf den Verkaufsprozess und mit dem Kollegen auf das Fachliche besinnen. Auf der Familienfeier konzentriere dich darauf, dass du irgendjemandem mit deinem Besuch eine Freude machst. Wenn du vorher weißt, dass du mit dem Menschen zusammentreffen wirst, stell Dich darauf ein und male dir aus, wie Du Dich im Idealfall verhalten wirst. So steigen die Chancen gewaltig, dass Du das auch umsetzen kannst.*
  2. Besseres Verständnis entwickeln
    Viele Antipathien beruhen auf Unterschiedlichkeit. Dein Gesprächspartner reagiert vielleicht jedes Mal ganz anders, als du es tun würdest und das bringt dich auf die Palme. Ihr findet einfach keine gemeinsame Wellenlänge. Es kann dir helfen wenn du diese Unterschiede besser verstehst. Setz dich dazu zum Beispiel mit einem Persönlichkeitsmodell wie DISG, Insights, MBTI oder anderen auseinander. Zu verstehen, welche typischen Verhaltensmuster unterschiedliche Persönlichkeiten zeigen und was sie in der Kommunikation brauchen, kann sehr helfen, um den Kontakt zu verbessern.Klar, das erfordert etwas Aufwand von dir, aber sein wir mal ehrlich: von alleine wird es nicht besser. Diese Erfahrung dürftest du mittlerweile gemacht haben. Ein besseres Verständnis entwickelst du auch, wenn Du mehr mit dem Betreffenden redest. Stell vor allem offene Fragen, um die Sichtweise besser zu verstehen und Dich mehr in die andere Person hinein zu versetzen. Auch das ist wieder Aufwand von deiner Seite – ein Aufwand, der sich lohnt, versprochen.
  3. Im Extremfall drastisch entscheiden
    Du hast schon alles versucht und es geht einfach nicht? Das gibt es auch. Bei mir ist es so mit Mister X. Manche Menschen sind einfach extrem – vielleicht sogar narzisstisch oder psychopathisch. Als allerletzte Möglichkeit gilt es eine drastische Entscheidung zu treffen und den Kontakt komplett abzubrechen. So habe ich es mit Mister X gemacht. Wir hätten zwar noch gegenseitige vertragliche Verpflichtungen miteinander. Aber wir haben offenbar beide keine Lust, diese einzufordern. Mich wird das in Zukunft zwar ein paar hundert Euro im Jahr kosten, die mir zustünden. Aber mein Seelenfrieden ist mir ehrlich gesagt mehr wert, als etwas Geld.Drastische Entscheidungen können auch bedeuten den Kunden an jemand anderen abzutreten oder nicht mehr zu bedienen. Im Fall des Kollegen könntest du innerhalb der Firma um eine organisatorische Veränderung oder eine Versetzung kämpfen oder dir sogar einen neuen Job suchen. Ja, das sind extreme Schritte und Du wirst sie nur im äussersten Notfall gehen. Aber wenn dich eine Beziehung ernsthaft belastet, solltest du vielleicht so radikal entscheiden.  Du wirst sofort im Anschluss merken, ob es richtig ist. Wenn du dich augenblicklich besser und erleichtert fühlst, zieh es durch. Sonst gibt es meistens noch einen Weg zurück, bevor es ganz ernst wird. 

Aus meiner Erfahrung liegt die Lösung in den Punkten 1 und 2. Den dritten Tipp habe ich in den letzten 10 Jahren genau einmal angewandt. Mit den meisten Menschen kann man einen Umgang finden, mit Verständnis, Toleranz und offener Kommunikation. Eine kleine Hilfestellung zu den Themen findest du übrigens in meinem E-Book „Smart verhandeln in allen Lebenslagen“.

*Wenn die Abneigung ganz tief sitzt und diese Person Dich immer wieder aus der Reserve lockt und wenn zusätzlich dieser Kontakt für Dich wichtig ist, ist das vielleicht ein Thema für ein Coaching. In diesem Fall verabrede am besten gleich hier einen Termin für ein kostenloses Vorgespräch. 

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