Kleine Wunder
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Kleine Wunder

Gerade letzte Woche habe ich wieder diese Erfahrung gemacht: kleine Wunder geschehen immer wieder. Und oft bestehen sie nicht darin, dass etwas besonders Tolles passiert, sondern sie verhindern etwas Schlechtes. Hier sind meine kleinen Wunder der letzten Woche.

Als ich auf meiner Baustelle auf Mallorca stand und sah, wie es dort aussah, wusste ich plötzlich, warum Corona bedingte Quarantäne und Flugverspätung eine gute Sache sind. Doch lass mich vorne anfangen:

Eigentlich war geplant, dass ich jetzt, Anfang Oktober die ersten Nächte in meinem neuen Haus verbringen und mit einem Kumpel die Küche einbauen sollte. Alle Handwerker waren informiert und versprachen darauf hin zu arbeiten. 

Dann wurden meine Pläne durchkreuzt. Erst wurden die Balearen zum Risikogebiet erklärt. Die daraus folgende 10-tägige Quarantäne konnte ich nur einhalten, indem ich meine Reise auf zwei Tage verkürzte und meinem Kumpel absagte. Der zweite Einschnitt in meine Pläne war eine Flugplanänderung. Mein Flug wurde vom Vormittag auf den Abend verlegt. Der Einzug ins Haus wurde dadurch unmöglich. Kurz entschlossen buchte ich ein Apartment – einer Eingebung folgend gleich für beide Nächte.  

Warum das alles so gelaufen war wusste ich dann am Freitag früh bei der Baubesprechung. Die Bauarbeiten waren bei weitem nicht so weit fortgeschritten, wie abgesprochen. Genau genommen gab es noch kein Bad, keine einzigen fertigen Raum und kein Wasser. Und keine der Handwerksfirmen hatte mich informiert. 

Im Normalfall hätte ich am Donnerstag Abend mit meiner Luftmatratze in einer Großbaustelle gestanden und keine Unterkunft zum Schlafen gehabt. Mein Gesicht hätte ich sehen wollen. Da glaub mal nicht an Wunder!

Nun frage ich Dich: passieren solche Dinge nicht immer wieder im Leben? Ich meine nicht mal die spektakulären Beispiele, bei denen jemand ein Flugzeug verpasst das dann abstürzt. Ich meine eher die kleinen Wunder im Alltag, die dich entweder vor Schaden bewahren, oder Dir etwas Positives ermöglichen. Als ich zum Beispiel am Freitag auf Mallorca einige wichtige Dinge für mein Haus besorgen wollte, waren ausgerechnet die beiden wichtigsten Läden zu. Irgendein lokaler Feiertag, von denen es auf Mallorca viele gibt. Dadurch war meine Einkaufsrunde schon am frühen Nachmittag zu Ende und ich konnte noch für zwei Stunden an meinen Lieblingsstrand gehen und mir den Wind um die Nase wehen lassen. Die Besorgungen waren dann am Samstagmorgen innerhalb von einer Stunde erledigt. 

Ich gebe zu, vielleicht ist es ja nur meine Art die Dinge zu sehen. Ich sage mir halt immer: „Der liebe Gott hält schützend seine Hand über mich.“ Aber wie es auch immer sei. Auf diese Weise kann ich oft in negativen Situationen etwas Positives entdecken. Und ich glaube, diese Sichtweise kann man üben. Früher sagte ich mir eher: „Warum ist das jetzt auch noch passiert? Und warum ausgerechnet mir?“ Heute, mit der anderen Perspektive entdecke ich immer noch einen Sonnenstrahl zwischen den Wolken. 

Überleg mal: Was ist Dir passiert, was im ersten Moment negativ war? Und was ist daraus Gutes entstanden? Schreib mir gerne Deine Beispiele in die Kommentare. Ich bin gespannt. 

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